Politische Entwicklungen dürfen Informationsfreiheitsgesetz nicht gefährden
Das Informationsfreiheitsgesetz sollte bereits am 13. Mai als Thema im Bundestag behandelt werden. Nur aufgrund des Drucks der Krankenkassen war es von der Tagesordnung gestrichen worden. „Statt der baldigen Verabschiedung des Gesetzes besteht nun die akute Gefahr, dass der Gesetzentwurf ganz in den Schubladen verschwindet“, so Malte Hinz, Sprecher der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di.
Die Bundesregierung hatte das Gesetz von Beginn ihrer ersten Amtszeit an in Aussicht gestellt. „Es ist der Bedeutung der Informationsfreiheit nicht angemessen, das Vorhaben nun einfach im Sande verlaufen zu lassen. Die Anstrengungen unter anderem unserer Initiative für freien Zugang zu In-formationen dürfen nicht umsonst gewesen sein“, erklärte Dr. Christoph Bruch von der Humanistischen Union. Dr. Thomas Leif von netzwerk recherche fügte hinzu: „Im Interesse der Bürger und Journalisten fordern wir die Politiker auf, das Gesetz so schnell wie möglich im Bundestag zu verabschieden und so den Weg frei zu machen für mehr Demokratie durch mehr Informationsfreiheit. Dies muss das Ziel aller Abgeordneten sein - unabhängig von Parteizugehörigkeit und Wahltaktik.“
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