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"Leuchtturm"-Preise gehen an drei Fach- journalisten im Themenfeld Rechtsextremismus
In diesem Jahr geht der "Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen" an drei Fachjournalisten, die seit vielen Jahren Exklusiv-Recherchen zum Themenfeld Rechtsextremismus publizieren. Andrea Röpke, Anton Maegerle und Thomas Kuban "beginnen mit ihren Recherchen, wo andere aufhören."
Der Medienpreis von Netzwerk Recherche wird am 22.11.2007 während des Mainzer Mediendisputs verliehen. Die Laudatio hält Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung).
"Leuchtturm"-Preise gehen an drei Fach- journalisten im Themenfeld Rechtsextremismus
In diesem Jahr geht der "Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen" an drei Fachjournalisten, die seit vielen Jahren Exklusiv-Recherchen zum Themenfeld Rechtsextremismus publizieren. Andrea Röpke, Anton Maegerle und Thomas Kuban "beginnen mit ihren Recherchen, wo andere aufhören."
Der Medienpreis von Netzwerk Recherche wird am 22.11.2007 während des Mainzer Mediendisputs verliehen. Die Laudatio hält Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung).
Netzwerk Recherche stellt neuen Medienkodex als journalistisches Leitbild vor – 10 Leitlinien sollen Orientierung für die journalistische Praxis geben – Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche hat einen 10 Punkte umfassenden „Medienkodex“ vorgelegt, der Journalisten aller Medien Orientierung in der beruflichen Praxis geben soll. Nach Einschätzung von Netzwerk Recherche gefährden neue Technologien und zunehmender ökonomischer Druck den seriösen Journalismus. Um seine Qualität und Unabhängigkeit zu sichern, setzt sich das Netzwerk für das neue Leitbild ein, das anspruchsvolle Qualitäts-Standards und Selbstverpflichtungen der Journalisten fordert.
Gut scheint es dem kritischen Wirtschaftsjournalismus derzeit nicht zu gehen. Das ist jedenfalls das eine Fazit, das nach der dreitägigen nr-Fachtagung zum Thema Mitte Oktober in Wiesbaden gezogen werden kann. So hat etwa der freie Autor Christian Nürnberger ein düsteres Bild für das Gros der Presse im Allgemeinen und die Wirtschaftsberichterstattung im Besondern festgestellt: "Die Pressefreiheit endet da, wo die Selbstzerstörung beginnt." Festgemacht hat er die Negativfolgen der fortschreitenden Pressekonzentration und des um sich greifenden Renditedrucks in den Medienhäusern unter anderem an seinem Heimatblatt, der Frankfurter Rundschau, "die es nicht mehr gibt" hinter dem Namen würde sich ein anderes Blatt verbergen, als er es vor 30 Jahren kennen gelernt habe.

Seit Anfang 2006 müssen sich alle Bundesbehörden mehr Transparenz gefallen lassen: Am 1. Januar ist das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in Kraft getreten, das jedem Bürger den Zugang zu Behördeninformationen ermöglicht. Zusammen mit anderen Organisationen hatte sich das Netzwerk Recherche für diese Reform eingesetzt, u.a. durch die Präsentation eines eigenen Gesetzentwurfs.
Der wachsende Einfluss der Public Relations (PR) gefährdet nach Auffassung des Netzwerk Recherche die journalistische Unabhängigkeit und gibt die veröffentliche Meinung zunehmend der Einflussnahme von wirtschaftlichen Interessengruppen preis. Das Netzwerk Recherche hat nun einen Forderungskatalog erarbeitet, mit dessen Hilfe der Einfluss der PR auf den Journalismus zurückgedrängt werden soll.